Feature im Fokus

PPWR-Anforderungen mit dem GQM MES effizient erfüllen

Zuletzt aktualisiert am: 08.05.2026

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die neue EU-Verordnung PPWR gilt ab dem 12. August 2026.
  • Unternehmen müssen Verpackungsdaten künftig revisionssicher dokumentieren.
  • Viele benötigte Informationen liegen bereits im GRÜN GQM MES vor.
  • Das neue PPWR-Feature unterstützt bei Dokumentation und Auditfähigkeit.
PPWR Lebensmittelindustrie mit Verpackungsprüfung in Lebensmittelproduktion

Die neue EU-Verordnung „Packaging and Packaging Waste Regulation“ (PPWR) bringt für Unternehmen der Lebensmittelindustrie umfangreiche Änderungen mit sich. Ab dem 12. August 2026 gelten strengere Vorgaben für Verpackungen, Recyclingfähigkeit und Dokumentation. Unternehmen müssen künftig deutlich genauer nachweisen, welche Materialien verwendet werden, wie Verpackungen aufgebaut sind und welche Recyclinganforderungen erfüllt werden.

Besonders die Dokumentationspflichten stellen viele Unternehmen vor neue Herausforderungen. Verpackungsdaten liegen häufig verteilt in unterschiedlichen Systemen, Excel-Dateien oder einzelnen Abteilungen vor. Gleichzeitig verlangt die EU eine revisionssichere und jederzeit nachvollziehbare Datenbasis.

Genau hier unterstützt das GRÜN GQM MES. Bereits vorhandene Rezeptur-, Produkt- und Spezifikationsdaten können genutzt werden, um die Anforderungen der PPWR in der Lebensmittelindustrie effizient und strukturiert umzusetzen.

Was ist die PPWR?

Die „Packaging and Packaging Waste Regulation“ ersetzt die bisherige EU-Verpackungsrichtlinie. Ziel der neuen Verordnung ist es, Verpackungsmüll innerhalb der Europäischen Union deutlich zu reduzieren und nachhaltigere Verpackungslösungen zu fördern. Von den neuen Vorgaben sind insbesondere Unternehmen der Lebensmittelindustrie betroffen. Dazu gehören Lebensmittelhersteller, Handelsunternehmen, Gastronomiebetriebe und Produzenten von Verpackungsmaterialien.

Die neuen Regelungen greifen tief in bestehende Verpackungs- und Dokumentationsprozesse ein. Deshalb sollten Unternehmen frühzeitig prüfen, welche Daten bereits vorhanden sind und wo zusätzlicher Handlungsbedarf besteht.

Mitarbeiterin prüft Frischkäseverpackungen in der Lebensmittelproduktion für PPWR-Dokumentation

Anforderungen der PPWR an die Lebensmittel­industrie

Die PPWR in der Lebensmittelindustrie bringt mehrere neue Anforderungen mit sich, die Unternehmen künftig erfüllen und dokumentieren müssen:

  1. Vermeidung unnötiger Verpackungen: Überflüssige Verpackungen sollen reduziert werden. Dazu gehören beispielsweise doppelte Umverpackungen oder nicht notwendige Materialkombinationen.
  2. Höhere Recyclingfähigkeit: Verpackungen müssen möglichst recyclingfähig und sortenrein gestaltet sein. Unterschiedliche Materialverbunde können problematisch werden.
  3. Vorgaben für Rezyklat-Anteile: Bestimmte Verpackungen müssen künftig definierte Mindestanteile an recyceltem Material enthalten.
  4. Förderung von Mehrweg-Systemen: Mehrwegangebote gewinnen stärker an Bedeutung. In einigen Bereichen entstehen zusätzliche Verpflichtungen für Handel und Gastronomie.
  5. Einheitliche Kennzeichnung: Die EU plant einheitliche Kennzeichnungen zur Entsorgung und Recyclingfähigkeit von Verpackungen.
  6. Einschränkungen bei Einwegverpackungen: Bestimmte Einwegformate könnten zukünftig eingeschränkt oder vollständig verboten werden.

Warum die Dokumentation zur Herausforderung wird

Die größte Herausforderung der PPWR liegt für viele Unternehmen in der revisionssicheren Dokumentation. Unternehmen müssen jederzeit nachvollziehen können:

  • welche Verpackungen eingesetzt werden
  • welche Materialeigenschaften vorliegen
  • welche Rezyklat-Anteile enthalten sind
  • wann Änderungen vorgenommen wurden

Gerade in der Lebensmittelindustrie liegen diese Informationen häufig verteilt in verschiedenen Systemen oder Abteilungen vor. Ohne zentrale Datenbasis entstehen schnell hoher manueller Aufwand und fehlende Transparenz.

Warum viele Unternehmen jetzt handeln sollten

In vielen Unternehmen liegen Verpackungsdaten noch verteilt in unterschiedlichen Systemen, Excel-Dateien oder Lieferantendokumenten vor. Dadurch fehlt häufig eine zentrale und nachvollziehbare Datenbasis. Genau das wird mit der PPWR jedoch entscheidend. Unternehmen müssen künftig Verpackungsinformationen, Materialdaten und Änderungen revisionssicher dokumentieren und für Prüfungen jederzeit bereitstellen können. Wer bestehende Prozesse und Datenstrukturen frühzeitig vorbereitet, reduziert späteren manuellen Aufwand und schafft mehr Transparenz über Verpackungs- und Produktdaten.

Wie GQM MES die PPWR in der Lebensmittel­industrie unterstützt

Viele Unternehmen verfügen bereits heute über einen Großteil der benötigten Informationen. Im GRÜN GQM MES befinden sich relevante Daten häufig schon innerhalb der Rezeptur- und Spezifikationsverwaltung. Mit dem neuen PPWR-Feature unterstützt GRÜN GQM Unternehmen dabei, bestehende Informationen strukturiert zusammenzuführen und effizient nutzbar zu machen.

1. Transparenz über Verpackungsdaten schaffen

Das GQM MES dient als zentrale Grundlage für die Verwaltung relevanter Verpackungsdaten. Dadurch lassen sich:

  • Verpackungskombinationen vollständig erfassen
  • Verpackungen Produkten eindeutig zuordnen
  • Informationen zentral zusammenführen
  • Daten schneller auswerten

2. Stammdaten automatisiert erweitern

Bestehende Produktdaten können um zusätzliche Umwelt- und Verpackungsattribute ergänzt werden. Zusätzlich unterstützt das System bei:

  • der Erstellung relevanter Spezifikationen
  • der strukturierten Datenpflege
  • der Vereinheitlichung von Informationen
  • der Vorbereitung auf zukünftige Nachweispflichten

3. Informationen zentral verdichten

Verteilte Informationen aus unterschiedlichen Bereichen werden an einer zentralen Stelle zusammengeführt. Dadurch reduziert sich der manuelle Aufwand deutlich. Unternehmen profitieren von:

  • höherer Datenqualität
  • weniger redundanten Informationen
  • besserer Nachvollziehbarkeit
  • schnelleren Auswertungen

4. Revisionssichere Dokumentation ermöglichen

Änderungen an Verpackungsdaten können nachvollziehbar protokolliert werden. Zusätzlich stehen Exportmöglichkeiten für Audits und Behördenprüfungen zur Verfügung. Dadurch entsteht eine wichtige Grundlage für die langfristige Umsetzung der PPWR-Anforderungen.

Vorteile einer zentralen Spezifikationsverwaltung

Unternehmen, die bereits mit der Spezifikationsverwaltung des GRÜN GQM MES arbeiten, schaffen eine besonders gute Ausgangsbasis für die Umsetzung der neuen EU-Vorgaben. Bestehende Datenstrukturen können direkt genutzt und erweitert werden. Dadurch reduzieren sich:

  • manueller Pflegeaufwand
  • doppelte Datenhaltung
  • Abstimmungsaufwände
  • potenzielle Fehlerquellen

Gleichzeitig steigt die Transparenz über Produkte, Verpackungen und Materialinformationen.

Fazit: PPWR in der Lebensmittel­industrie jetzt vorbereiten

Die PPWR wird die Anforderungen an Verpackungsdaten und Dokumentation in der Lebensmittelindustrie deutlich erhöhen. Unternehmen sollten sich deshalb frühzeitig mit ihren bestehenden Prozessen und Datenstrukturen beschäftigen.

Mit dem GRÜN GQM MES lassen sich viele Anforderungen effizient abbilden. Bereits vorhandene Rezeptur-, Produkt- und Spezifikationsdaten bilden dafür eine wichtige Grundlage. Besonders die zentrale Verwaltung, automatisierte Datenverdichtung und revisionssichere Dokumentation helfen Unternehmen dabei, die neuen EU-Vorgaben strukturiert umzusetzen. Sie möchten erfahren, wie sich die PPWR-Anforderungen mit dem GRÜN GQM MES in Ihrem Unternehmen umsetzen lassen? Dann sprechen Sie uns gerne an.

Häufige Fragen zur PPWR in der Lebensmittel­industrie

Die „Packaging and Packaging Waste Regulation“ ist eine neue EU-Verordnung für Verpackungen und Verpackungsabfälle. Ziel ist es, Verpackungsmüll zu reduzieren und recyclingfähige Verpackungen stärker zu fördern.

Die neue PPWR tritt am 12. August 2026 in Kraft. Unternehmen sollten sich jedoch frühzeitig vorbereiten, da viele Anforderungen bestehende Prozesse und Datenstrukturen betreffen.

Die PPWR betrifft insbesondere Unternehmen der Lebensmittelindustrie, Handelsunternehmen, Gastronomiebetriebe und Hersteller von Verpackungsmaterialien.

Unternehmen müssen unter anderem Verpackungskombinationen, Materialeigenschaften, Rezyklat-Anteile und Änderungen revisionssicher dokumentieren.

Das GRÜN GQM MES unterstützt bei der zentralen Verwaltung von Verpackungsdaten, der Erstellung von Spezifikationen und der revisionssicheren Dokumentation für Audits und Behördenprüfungen.

Management GRÜN GQM Michael Reithmeier

Michael Reithmeier
Vertriebsleiter, GRÜN GQM GmbH

Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Digitalisierung der Lebensmittel- und Getränkeindustrie verantwortet Michael bei der GRÜN GQM GmbH den gesamten Vertriebsbereich – von der Erstberatung bis zum Projektstart. Er bringt umfassende Branchenerfahrung aus der Kaffee- und Getränkeindustrie mit, gepaart mit fundierter technischer und prozessualer Beratungskompetenz.

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