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Intelligente Qualitätssicherung durch Grenzwerte im GQM MES

Zuletzt aktualisiert am: 11.11.2025

Das Wichtigste in Kürze:

  • Im GQM MES lassen sich Grenzwerte flexibel und kontextbezogen für alle Prüfparameter definieren.
  • Messwerte werden automatisch bewertet, Warnungen und Folgeprozesse werden bei Abweichungen ausgelöst.
  • Historisierung, saisonale Anpassungen und Produkt-Kunden-Kombinationen sichern volle Nachvollziehbarkeit.
  • Die Grenzwertlogik ist tief in Qualitätssicherung, Reporting und Spezifikationsverwaltung integriert.

In der Qualitätssicherung spielen Grenzwerte eine zentrale Rolle. Mit ihnen kann bewertet werden, ob ein Produkt, ein Prozess oder ein Rohstoff den geforderten Spezifikationen entspricht. Mit dem GQM MES steht Unternehmen ein leistungsfähiges Werkzeug zur Verfügung, das die Definition, Prüfung und automatische Bewertung von Laborergebnissen nahtlos in den Qualitätssicherungs- und Produktionsprozess integriert.

Was sind Grenzwerte?

Im GQM MES können beliebige Parameter mit unterschiedlichsten Formaten definiert und darauf basierend Grenzwerte festgelegt werden. Dabei unterscheidet das System unter anderem zwischen Numerischen Grenzwerten (z. B. Temperatur, pH-Wert, Füllmenge) und Attributiven Prüfmerkmalen (z. B. “mit Befund“/ „ohne Befund“).

Die Grenzwerte bilden sogenannte Toleranzbereiche ab:

  • Obere und untere Plausibilitätsgrenzen: Eingaben außerhalb dieser Werte erzeugen einen automatischen Hinweis für den Anwender, dass die eingetragenen Ergebnisse nicht plausibel sind.
  • Obere und untere Alarmgrenzen
  • Obere und untere Warngrenzen
  • Auch Sollwerte sind möglich

Welche dieser Referenzwerte genutzt werden, richtet sich nach dem konkreten Parameter und den Anforderungen des Anwenders.

Wie funktioniert die Grenzwertprüfung im GQM MES?

Sobald im System ein Prüfauftrag ausgelöst wird – etwa im Rahmen eines Wareneingangs oder einer Inprozesskontrolle – vergleicht das GQM MES die erfassten Messwerte automatisch mit den hinterlegten Grenzbereichen. Liegt der Messwert innerhalb des erlaubten Bereichs, wird dieser als in Ordnung bewertet. Ergebniswerte außerhalb der jeweiligen Toleranzbereiche erzeugen automatisch Warnungen oder Alarme und werden entsprechend als solche visualisiert.

Abhängig von den kundenindividuellen, flexiblen Definitionen können solche Abweichungen unterschiedliche Maßnahmenauslösen: Beispielsweise eine automatische Sperrung des Loses, eine Mitteilung an das Qualitätsmanagement oder die Auslösung einer zusätzlichen Freigabeprüfung.

Zwei Mitarbeitende prüfen Grenzwerte auf Tablet

Flexible Konfiguration von Grenzwerten

Ein großer Vorteil des GQM MES liegt in der flexiblen Konfiguration der Grenzwerte. Diese können unter anderem global, produktspezifisch oder in einer Kombination aus Produkt und Kunde hinterlegt werden. Änderungen an Grenzwerten werden automatisch historisiert – ideal für Audits und Rückverfolgbarkeit. Für Messreihen mit veränderlichen Schwankungsbreiten in Abhängigkeit vom zeitlichen Verlauf können Grenzwertverläufe definiert werden. (z. B. die veränderlichen Toleranzberieche für den pH-Wert während eines länger andauernden Fermentationsprozesses)

Darüber hinaus können saisonale Grenzwerte definiert werden, um beispielsweise jahreszeitliche Qualitätsschwankungen angemessen zu berücksichtigen. Das System erkennt automatisch, welche Grenzwerte zu welchem Zeitraum gelten, und bewertet die Ergebnisse entsprechend kontextbezogen.

Besonders wertvoll ist die Integration der GQM MES Spezifikationsverwaltung. Wer neben dem LIMS auch das Spezifikationstool nutzt, kann bei den Prüfungen jeweils die geltendenen Toleranzbereiche und Grenzwerte aus den aktuellen Spezifikationen nutzen – ein abteilungsübergreifender Mehrwert!

Integration in den Gesamtprozess

Die Grenzwertprüfung im GQM MES ist kein isolierter Vorgang, sondern vollständig in das Gesamtsystem integriert. Kommt es zu einer Abweichung, können automatisch definierte Folgeprozesse ausgelöst werden. So können tägliche Abweichungsberichte automatisch mit der GQM-Software erzeugt und versandt werden. Mit dem Reporting des GQM MES können Trendberichte, Häufigkeiten qualitativer Abweichungen und vieles mehr dargestellt werden. Das GQM MES Dashboard ist ein zusätzliches Feature, die Qualitätsdaten dynamisch zu analysieren und zu interpretieren. In Kombination mit weiteren Modulen wie der Chargenverfolgung und der Erfassung relevanter Produktionsdaten ergibt sich so ein umfassendes, aktuelles Bild der Qualitätssituation – transparent, nachvollziehbar und vollständig digitalisiert.

Mitarbeiterin prüft Produkt in Lebensmittelproduktion

Fazit: Grenzwerte im GQM MES als Steuerungsinstrument

Die Grenzwertfunktion im GQM MES ist mehr als ein Baustein des LIMS. Sie ist ein Steuerungselement innerhalb der digitalen Qualitätssicherung. Durch die automatische Bewertung, die flexible Konfigurierbarkeit und die tiefe Prozessintegration ermöglicht das System eine präzise und lückenlose Überwachung der Qualitätsanforderungen. Die GRÜN GQM GmbH bietet damit eine Lösung, die nicht nur Messwerte prüft, sondern Qualität aktiv steuert.

Häufige Fragen zu Grenzwerten im GQM MES

Grenzwerte definieren die erlaubten Toleranzbereiche für Mess- oder Prüfwerte. Im GQM MES können numerische und attributive Grenzwerte festgelegt werden – etwa für Temperatur, pH-Wert oder qualitative Merkmale – und dienen als Basis für automatisierte Prüfentscheidungen.

Sobald Messwerte im Rahmen eines Prüfauftrags erfasst werden, vergleicht das GQM MES diese automatisch mit den hinterlegten Grenzbereichen. Abweichungen erzeugen Warnungen oder Alarme und können definierte Folgeprozesse wie Sperrungen oder Freigabeprüfungen auslösen.

Ja. Grenzwerte können global, produktspezifisch oder kundenspezifisch definiert werden. Änderungen werden automatisch historisiert, saisonale Anpassungen sind ebenfalls möglich – ideal für Audits und die Rückverfolgbarkeit von Qualitätsdaten.

Das System integriert alle Grenzwertdaten nahtlos in Berichte, Dashboards und Trendanalysen. Qualitätsabweichungen werden automatisch erkannt, dokumentiert und in GQM MES visuell dargestellt – für maximale Transparenz im gesamten Produktionsprozess.

Die automatisierte Grenzwertprüfung reduziert manuelle Prüfaufwände, minimiert Fehlentscheidungen und ermöglicht eine durchgängig digitale Qualitätssicherung. Unternehmen profitieren von höherer Prozesssicherheit und klar dokumentierter Nachvollziehbarkeit.

Management GRÜN GQM Michael Reithmeier

Michael Reithmeier
Vertriebsleiter, GRÜN GQM GmbH

Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Digitalisierung der Lebensmittel- und Getränkeindustrie verantwortet Michael bei der GRÜN GQM GmbH den gesamten Vertriebsbereich – von der Erstberatung bis zum Projektstart. Er bringt umfassende Branchenerfahrung aus der Kaffee- und Getränkeindustrie mit, gepaart mit fundierter technischer und prozessualer Beratungskompetenz.

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